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Autor: Künstlerbedarf | 20.09.2019 um 21:23 Uhr | 0 Kommentare

Wer zwingt die Borsten auf den Pinsel?

Etliche Arbeitsschritte durchwandern die verschiedensten Materialien, bis sie zu professionellen Pinseln für den Künstlerbedarf werden. Ob nun Pinsel mit Pinselstiel aus Echtholz oder leicht zu führenden Plastikgriff, ob nun bestückt mit Rotmarderhaar oder Borsten aus Nylon, die kleine Metallzwinge am Pinsel hält alles gut zusammen für die perfekten Farbauftrag bei Aquarellen oder der Ölmalerei.

Diese Zwinge, man kennt sie auch als Haltestück für die kleinen Radiergummis am Ende des Bleistifts, hat einen besonderen Namen. Die offizielle Bezeichnung ist „Ferrule“. So bezeichnet der Engländer seine Manschetten. Und diese Manschette nun hält die Haare und Borsten straff am Pinselstiel, ganz egal welche Form die Pinselhaare erzeugen, ob Flachpinsel, Rundpinsel oder die spitz zulaufende Katzenzungenform, die geeignet ist für das Strichziehen mit Pinseln.
 Tags: Stifte, Pinsel, Papier
Autor: Künstlerbedarf | 30.08.2019 um 00:29 Uhr | 0 Kommentare

Blind für schlechte Kunst

Ein gutes Bild wird mehr als nur mit den Augen gesehen und mit dem Kopf verstanden. Es ist nicht allein der technisch saubere Pinselstrich, nicht nur der durchdachte Auftrag von Acylfarbe, was ein Werk im Betrachter zum klingen bringt.

Kunst wird ebenfalls mit dem Herzen empfunden. Ein gutes Bild transportiert Stimmungen. Das schlichte auf Keilrahmen gespannte Maltuch wird zur Projektionsfläche für die Gefühle des Betrachters. Weniger pathetisch ausgedrückt: Es gibt ein Gespür für gute Bilder.

Johann König hat dieses Gespür trotz oder aufgrund eines Handicaps. Der Berliner Galerist ist seit seiner Kindheit erblindet. Hineingeboren in eine Dynastie aus erfolgreichen Kunstkritikern und Galeristen mauserte sich der 37-Jährige zum Talentscout für junge Nachwuchskünstler.

Dem Autor Daniel Schreiber hat Johann König seine Erfahrungen anvertraut. Zu Beispiel wie er sich nach vielen Operationen ein Restaugenlicht zurück erkämpfte.Beide haben nun das biografische Werk „Blinder Galerist“ veröffentlicht. So inspirierend und besonders die Geschichte von Johann König ist. Das Buch bleibt etwas blind für die kritische Seite eines auf Marketingmechanismen aufbauenden Marktes voller finanzieller Obszönitäten.Tags: Acylfarben, Pinsel, Keilrahmen
Autor: Künstlerbedarf | 17.06.2019 um 14:08 Uhr | 0 Kommentare

Kunst, der Mutter zu Liebe - die Marien-Ausstellung in Wittenberg

Katholischer Marienkult in der Lutherstadt Wittenberg, wie passt das zusammen? Die Sonderausstellung "Verehrt. Geliebt. Vergessen. Maria zwischen den Konfessionen.", die noch bis zu 18. August 2019 im Augusteum der Universität Wittenberg Leucorea zu sehen ist, führt die Verehrung der heiligen Mutter der beiden christlichen Kirchen zusammen.

Ungeahnte Verehrer hatte Maria, dies erfährt man staunend, wenn man sich bei der Ausstellung, organisiert durch die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, von den Schnitzplastiken, Gemälde und Drucken in die religiös progressive Welt des 15. und 16. Jahrhunderts begibt.

So zeigt sich, dass der Marienkult auch außerhalb der katholischen Kirche und gegen evangelische Leitlinien der Zeit gelebt wurde. Dies geschah dann nicht öffentlich und es entstanden, aus Ermangelung an Referenzen zu Maria in der evangelischen Bibel-Auslegung, eigene, recht bunte Narrative und Ansichten über Maria als Symbol.

Neben Martin Luther selbst, der sich einem leichten Faible für Maria nicht erwehren konnte, nutzte Albrecht Dürer seinen exzellenten Pinselstrich und sein Kunstgeschick und lebte in Gemälden und Holzschnitte seinen Marienkult aus.

Eines der leicht skurilen Stücke der Ausstellung zeigt eine hünenhafte Maria, die mit Milchstrahlen aus blanken Mutterbrüsten, die im Höllenfeuer feststeckenden Seelen tröstend benetzt. Das Motiv der Maria lactans wurde damals häufig verwendet, in Ölmalereien und Holzschnitten.

Doch nicht alle Neugläubigen der Region um die Lutherstadt waren mit dem Marienkult überein. Modellierte Skulpturen, Acrylbilder und Aquarelle wurden mutwillig in sogenannte Götzenkammern verband, auf das man sie nie mehr sehen muss. Glücklicherweise tut das Augusteum in Wittenberg eineige Jahrhunderten ihnen diesen Gefallen nicht mehr.Tags: Pinsel, Aquarell, Acrylfarben, Ölfarben
Autor: Künstlerbedarf | 28.06.2019 um 23:41 Uhr | 0 Kommentare

Mal richtig durchatmen mit Pleinairmalerei

Das Sonnenlicht des Frühlings eröffnet abermals eine Welt ausufernder Farben und besonderer Kontrastlandschaften. Oder anders ausgedrückt: Raus aus dem dunklen Atelier mit der Staffelei und ab in die Natur, den Garten oder den Stadtpark. Die Sonne scheint und es ist warm. Das sind die besten Voraussetzungen für Freiluftmalerei.

Die Pleinairmalerei, abgeleitet vom französischen "en plein air", also "im Freien", entwickelte sich als große Kunstbewegung im 19. Jahrhundert. Aber schon in vorherigen Jahrunderten nahmen die Künstler Pinsel, Farben und bespannte Keilrahmen unter den Arm und nutzten die natürlichen Lichtverhältnisse außerhalb ihrer Ateliers um Landschaftsbilder zu erschaffen.

Die Bewegung des 19. Jahrhunderts, in der sich viele Künstler zu Gruppen zusammenschlossen, gilt als Vorreiter für das spätere Aufkommen von Künstlerkolonien und deren Suche nach einem Leben im Einklang mit der Natur.

Da die Malerei an freier Luft von den Farb- und Lichtgebungen der Umwelt beeinflusst ist, sollte man Ölfarben, Temperafarben, Acryl- und Aquarellfarben in ausreichende Menge für viele Mischverhältnisse parat haben, um die frülingshafte Farbenpracht auf die Leinwand zu bannen. Ebenfalls wichtig sind bei der Arbeit in Witterung professionelle Fixative.Tags: Pinsel, Maltuch, Keilrahmen, Ölfarben, Acrylfarben
Autor: Künstlerbedarf | 17.05.2019 um 19:14 Uhr | 0 Kommentare

Hat die Mona Lisa einen Bruder?

Das Bild "Salvator Mundi" ist das teuerste der Welt. Dies liegt daran, dass es von keinem Geringeren als Leonarda da Vinci stammt oder besser: stammen soll! Über 450 Millionen Dollar wurde 2017 für das Bild bezahlt, welches möglicherweise mit Leonardos sensibler Pinselführung entstand. Als es 1958 zum ersten Mal ersteigert wurde, zahlte ein Möbelhändler nur 45 Pfund dafür.

Das Bild sollte seit kurzem im Louvre Abu Dhabi ausgestellt werden. Doch seit dem Verkauf bleibt es verschwunden. Grund dafür könnte das Fehlen von Beweise sein, die das Bild als einen wahrhaftigen da Vinci ausweisen. Schon zu oft wurde es restauriert. Viel ist daher nicht mehr übrig von der originalen Farben jener Zeit.

Der "Salvator Mundi" wird in nächster Zeit wohl auch verschwunden bleiben, denn so kann auch keiner das Bild prüfen. Der Mona Lisa hat ein Verschwinden erst zu großem Ruhm geholfen. Lange war es im Pariser Louvre eines unter vielen Bildern, bis das Gemälde aus Ölfarben 911 vom Anstreicher Vincenzo Peruggia entwendet wurde. Die Medien brachten den Diebstall als Sensation groß in die Öffentlichkeit. Als es 1913 wieder auftauchte, war das Bild zu wirklichen Berühmtheit geworden.Tags: Pinsel, Aquarellfarben, Acrylfarben, Ölfarben