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Autor: Künstlerbedarf | 08.11.2019 um 17:33 Uhr | 0 Kommentare

Revolution und Voyeurismus - die Pole der digitalen Welt

Zwei Dokumentarfilme zeigen den Umgang mit der künstlerischen Freiheit, die ein offen zugängliches Internet ermöglicht. Einerseits kann es zur Verbreitung von Kunst, innovativen Projekten und revolutionären Ideen beitragen, es kann der künstlerischen Selbstverwirklichung des Einzelnes dienen und die Teilhabe an gesellschaftlichen Diskursen ermöglichen. Werden diese Freiheiten eingeschränkt, regt sich Widerstand. Das aktuelle Beispiel ist Hongkong.

Die Doku „Hongkongs Freiheit und die Kunst“ über den Ausnahmezustand und die Protestbewegung in der Metropole ist noch bis 16. Dezember in der 3-Sat-Mediathek zu sehen. Sie wirft ein Licht auf die Proteste, an denen sich ebenfalls Künstlerbeteiligen, wie der Karikaturist Justin Wong. Seine Zeichnungen über die Lage in China mit Zeichenstift und Papier vervielfältigen sich über das Internet und werden zur Protestkunst.

Die Freiheit, das Internet und besonders Social Media als Experimentierfeld zu nutzen, wurde von Millionen Menschen angenommen und genutzt. Viele begannen, sich als Individuum und in ihrer Identitätssuche einer Öffentlichkeit auszusetzen. Der digitale Spiegel in Form von Followern und virale Verbreitung gab vielen Menschen Sinn. Das holte die Wirtschaft auf den Plan, die bis heute versucht, Geltungsbedürfnis und Voyeursimus profitabel zu verbinden.

Ähnlich wie bei der Pop-Musik wird nach Formeln gesucht, Online-Stars hervorzubringen. In der Doku "100 Millionen Views", die noch bis 21. November in der ZDF Mediathek abrufbar ist, begibt sich der israelische Videokünstler Itamar Rose auf diese Suche im Selbstprojekt. Schnell werden Youtube, Twitter und Instagram zur Leinwand und Staffelei für das Ego.Tags: Stifte, Maltuch, Papier
Autor: WiSL GmbH | 21.10.2019 um 12:16 Uhr | 0 Kommentare

Pop Art: schrill und schräg

Pop Art ist DIE Kunstrichtung der 50er und 60er Jahre. Bis heute inspiriert sie Künstler zu großartigen Werken, doch was macht diese Kunstrichtung eigentlich aus und wo kommt sie her?

Pop Art entstand in der Nachkriegszeit nahezu zeitgleich in Großbritannien und in den USA als Reaktion auf die Populärkultur. Die Künstler dieser Strömung verabschiedeten sich vom Expressionismus und dem übersteigerten Ausdruck. Stattdessen wurden wieder alltägliche Dinge und Objekte zum Motiv. Besonders markant unterscheidet sich Pop Art von anderen Kunstströmungen jedoch durch die klaren, scharfen Linien und Konturen, mit denen gearbeitet wird. Dazu kommen große Flächen, die oft mit auffälligen Farben ausgefüllt sind. Meist gibt es nur wenig Tiefendarstellung, dafür aber starke Kontraste.

Zur Pop Art gehören ebenso die berühmten Comic Bilder, zum Beispiel von Roy Lichtenstein. Neben dem Comic-Stil ist für Pop Art aber auch die Nutzung von Wiederholungen, beispielsweise Kopien, typisch. Damit soll die Kommerzialisierung der Kunst verdeutlicht werden. Vielleicht ist Ihnen ja Andy Warhol ein Begriff, der diese künstlerische Technik in seinen Bildern auf besonders beeindruckende Art und Weise umsetzt.
In der Zeit der 50er und 60er Jahre entstanden somit Unmengen an neuen kultigen, poppigen Bildern, die bald internationalen Ruhm genossen und die Kunstrichtung des Pop Arts groß machten.
Es entstand eine neue Art sich auszudrücken und eine besondere Verbindung von Kunst und Alltäglichem. Diese Kombination hat zur Folge, dass die Kunstrichtung des Pop Arts bis heute nicht in Vergessenheit geraten ist und in der Kunstströmung des Neo-Pops weiterlebt. Außerdem findet man an jeder Ecke Comics und auch die moderne Werbung arbeitet immer wieder mit Pop Art Elementen.

Pop Art ist aber auch besonders geeignet, wenn man selbst wieder einmal kreativ werden will. Mit einigen kräftigen Acrylfarben aus unserem Sortiment, sowie einem Keilrahmen und der richtigen Idee entstehen spielerisch eigene tolle Kunstwerke.
 Tags: Pinsel, Maltuch, Acrylfarben, Strukturpasten
Autor: Künstlerbedarf | 28.10.2019 um 19:49 Uhr | 0 Kommentare

Vom Küchentisch zum Affentanz - News aus der Kunstwelt

Ein überrschander Fund wurde bei einer alten Dame in Frankreich gemacht. Eigentlich sollte das Auktionshauses von Compiègne nur ein paar Möbel auf die Deponie bringen. Im Gegenzug durften sie die Möbel und Gegenstände nach versteigerungsfähigen Objekten durchsuchen. Und siehe da, im Flur zur Küche fand sich ein Tafelbild des Renaissance-Malers Cimabue aus dem 13. Jahrhundert. Es ist ein Teil seiner Serie zur Passion Christi und wurde nun auf vier bis sechs Millionen Euro geschätzt. Genug Geld also für eine neue Einrichtung. Die Bilder des Florentiners, auf dener er in wundervollen Ölfarben anmutige, chistliche Symbole zauberte, sind heute beliebte Auktionsgegenstände.

Für 11 Millionen Euro wurde das große Leinwand-Bild "Devolved Parliament" von Bansky verkauft. Es entstand 2009 und zeigt das britische Unterhaus. Die Besonderheit ist, alle Politiker sind Affen. Doch wer einen Affenzirkus auf dem Gemälde erwartet wird enttäuscht. Statt wildes Geschrei, wie es momentan im Unterhaus auf der Tagesordnung zu stehen scheint, sind die Gesichter der Affen traurig und betrübt.

Langfinger greifen wieder vermehrt nach Kunst, so scheint ist. In Düsseldorf wurde das Bild "Wallfahrt nach Kevelaer" des Künstlers Hubert Salentin aus eine Auto vor einer Galerie gestohlen. Das Bild wird mit 40.000 Euro geschätzt. "Nur" 30.000 Euro kostet das Goldnest des Künstlers Thorsten Goldberg. Es war in einer Grundschule in Marzahn ausgestellt. Eigentlich sollten sich die Schüler daran erfreuen, seit Mai ist es weg. Richtig doof ist, dass es nicht versichert war, obwohl schon mehrfach versucht wurde, es zu entwenden. Vor Diebstahl können unsere Firnisse keine Bilder schützen, aber vor Schmutz und Feuchtigkeit. Das ist doch ein Anfang.Tags: Maltuch, Ölfarben, Bilder schützen
Autor: Künstlerbedarf | 09.10.2019 um 12:52 Uhr | 0 Kommentare

Gewagter Tapetenwechsel

Fließende Formen, magische Ornamentik und florale Gebilde, die die Fantasie anregen. Zum Beginn war die Tapete ein luxuriöses Gut. Es war Ausdruck von Reichtum und Extravaganz. Doch der Wohngeschmack änderte sich. Alles wurde pragmatischer und funktionaler. Der Wandanstrich war preiswerter und weniger protzig.

Heutzutage findet sich ein neuer Mut zur Wandgestaltung. Vinyltapeten sind leicht wieder abziehbar und lassen kreative Formen und Bilder an den Wänden entstehen. Bei diesem Trend herrscht aber schnell Kitsch-Gefahr. Stattdessen kann die schnöde Rauhfasertapete auch als große Leinwand genutzt werden.

Ob mit groben Farbrolle oder mit feinem Pinsel-Haar lassen sich Wände in ganz persönliche Landschaften verwandeln. Acrylfarben bringen, mit ein wenig künstlerischem Geschick, Raumwände zum Leuchten. Bei der DIY-Wandbemalung lassen sich Raumdecken in die persönliche Sixtinische Kapelle verwandeln.

Einfache Haushaltsartikel wie Bürsten und Schwämme werden zum Pinsel und eröffnen neue Methoden, die Farbe aufzutragen. Es braucht nur ein wenig Experimentierfreude. Mit Mobelliermasse lassen sich Druckflächen formen. Mit Schnittwerzeugen lassen sich nun Formen und Mini-Landschaften und Portraits in die Druckfläche hineinritzen. Dann einfach die Farbe großflächig auftragen und schon kann man sich durch das Wohnzimmer stempeln. Für den 3D-Effekt an der Wand ist Spachtelmasse perfekt.

Und wenn es eine nicht passt, was da auf der Wand entsteht, nimmt die dicke Farbrolle in die Hand und tüncht einfach wieder über. Letzten Endes darf bleiben, was gefällt. Schon als kleines Kind liebte man es doch die Wände zu bemalen. Mit den Farben und Pinsel aus unserem Sortiment kann man nun in den eigenen vier Wänden ungestört Kind und Künstler zugleich sein.
 Tags: Pinsel, Maltuch, Acrylfarben, Strukturpasten
Autor: Künstlerbedarf | 19.08.2019 um 00:18 Uhr | 0 Kommentare

Kunst im Klimawandel

Auch die Kunst erlebt den Klimawandel. Und das macht sie schon seit hunderten Jahren. So weiß man heute durch moderne Farbanalysen, dass die Kunstwerke alter Meister das Klima widerspiegeln, aus der Zeit ihrer Entstehung. Damit zeigen die Ölgemälde und Aquarelle auch eine Klimaentwicklung über die Jahrhunderte hinweg.

Die Künstler wusste allerdings kaum von ihrer Funktion als Chronisten. Sie mischten im 16. Jahrhundert ihre Ölfarben an, unwissentlich über Vulkaneruptionen andernorts auf der Erde. Die in die Atmosphäre geschleuderten Staubpartikel schafften es dennoch in die Farbe und das Wasser und somit auch auf die Aquarelle, eingefangen unter schützenden Fixativen.

Die Vulkanausbrüche veränderten mit den Partikelausstoß darüber hinaus auch die Farben der Umgebung. Caspar David Friedrichs Ölgemälde "Ansicht eines Hafens" ist ein Beispiel dafür. Das Bild entstand um 1815 herum. Im gleichen Jahr brach in Indonesien der Vulkan Tampora (nicht verwandt mit Tempera-Farben:) aus und veränderte das Klima. So sprach man nach dem Ausbruch des Vulkans von den „drei Jahren ohne Sommer“.

Unzählige Staubpartikel blockten damals die Sonnenstrahlen ab. Das Licht veränderte sich. So wurde die Abenddämmerung auf "Ansicht eines Hafens" stärker rot als es eigentlich sein sollte zur Tages- und Jahreszeit. Wie im Fachblatt "Atmospheric Chemistry and Physics" zu lesen ist, wiesen der Physiker Christos Zerefos und seine Forschungsgruppe vom Athener National Observatory nach, dass die meisten Künstler im Zeitraum der 50 größten Vulkanausbrüche zu stärkeren Farben griffen, um ihre Umgebung exakt auf die gespannten Maltücher zu transferieren.Tags: Maltuch, Ölfarben, Bilder schützen