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Autor: Künstlerbedarf | 09.09.2019 um 00:36 Uhr | 0 Kommentare

Mit dem Regen kommt die Farbe

Eigentlich sollte man an fertige Bilder kein Wasser heran lassen. Aus gutem Grund gibt es Fixative und Firnise. Mit ihnen werden Werke aus Acrylfarbe und Ölfarbe vor Schmutz und Nässe geschützt. Ganz ohne Wasser geht es in der Malerei aber auch nicht. In der Aquarellmalerei steckt das Wasser bereits im Namen. Bei der Aquarelltechnik werden Farbpigmente so stark zu Wasserfarben verdünnt, dass beim Auftrag die unteren Schichten schemenhaft zu sehen bleiben.

In Seoul, Südkorea haben Künstler beim Projekt Monsun nun Farbe verwendet, die erst durch Wasser sichtbar wird. Mit sogenannter hydrochromischer Farbe haben sie Kreuzungen und Straßen bemalt. Erst der Regen lässt die Bilder auf dem sonst grauen Asphalt aufblitzen. So wird die Welt an trüben Regentagen gleich etwas bunter. Trocknet die Straße wieder, ist es auch mit dem Farbenzauber vorbei. Bis zum nächsten Regen.Tags: Bilder schützen, Aquarellfarben, Acrylfarben, Ölfarben
Autor: Künstlerbedarf | 19.08.2019 um 00:18 Uhr | 0 Kommentare

Kunst im Klimawandel

Auch die Kunst erlebt den Klimawandel. Und das macht sie schon seit hunderten Jahren. So weiß man heute durch moderne Farbanalysen, dass die Kunstwerke alter Meister das Klima widerspiegeln, aus der Zeit ihrer Entstehung. Damit zeigen die Ölgemälde und Aquarelle auch eine Klimaentwicklung über die Jahrhunderte hinweg.

Die Künstler wusste allerdings kaum von ihrer Funktion als Chronisten. Sie mischten im 16. Jahrhundert ihre Ölfarben an, unwissentlich über Vulkaneruptionen andernorts auf der Erde. Die in die Atmosphäre geschleuderten Staubpartikel schafften es dennoch in die Farbe und das Wasser und somit auch auf die Aquarelle, eingefangen unter schützenden Fixativen.

Die Vulkanausbrüche veränderten mit den Partikelausstoß darüber hinaus auch die Farben der Umgebung. Caspar David Friedrichs Ölgemälde "Ansicht eines Hafens" ist ein Beispiel dafür. Das Bild entstand um 1815 herum. Im gleichen Jahr brach in Indonesien der Vulkan Tampora (nicht verwandt mit Tempera-Farben:) aus und veränderte das Klima. So sprach man nach dem Ausbruch des Vulkans von den „drei Jahren ohne Sommer“.

Unzählige Staubpartikel blockten damals die Sonnenstrahlen ab. Das Licht veränderte sich. So wurde die Abenddämmerung auf "Ansicht eines Hafens" stärker rot als es eigentlich sein sollte zur Tages- und Jahreszeit. Wie im Fachblatt "Atmospheric Chemistry and Physics" zu lesen ist, wiesen der Physiker Christos Zerefos und seine Forschungsgruppe vom Athener National Observatory nach, dass die meisten Künstler im Zeitraum der 50 größten Vulkanausbrüche zu stärkeren Farben griffen, um ihre Umgebung exakt auf die gespannten Maltücher zu transferieren.Tags: Maltuch, Ölfarben, Bilder schützen
Autor: Künstlerbedarf | 29.07.2019 um 00:01 Uhr | 0 Kommentare

In dieser Doku wird das Meer zur Muse

Als eines der meist verwendeten Motive in der Malerei gilt das Meer. Die Wollen und Wogen und vor allem das Symbol des fernes Horizonts, der Abenteuer und fantastische Entdeckungen verspricht, wirken stets inspirierend auf den Menschen. Klassisch ist das Meer die einzig wahre Braut des Seefahrers, mit der Hochzeitsnacht im Meerbusen.

Künstler platzierten schon sehr früh ihre Staffelei vor die Wogen des Meeres und nutzten das Meer für ihre fließenden Aquarelle. Auch mit Ölfarben und Acrylfarben wurde das weite, wilde Wasser auf gerahmte Leinwände gebannt. Die zweiteilige Dokumentation „Die Malerei und das Meer – Die Eroberung des Meeres“ folgt Künstlern und ihren berühmte Bildern mit Meer-Motiven an Originalschauplätze. Der erste Teil lässt sich noch bis zum 13.9.2019 gratis online anschauen. Übrigens: Guten Schutz vor Salzwasser und weiteren Witterungen bieten moderne Firnise.Tags: Aquarell, Staffelei, Bilder schützen
Autor: Künstlerbedarf | 27.05.2019 um 16:19 Uhr | 0 Kommentare

Venedig Biennale verpasst? - 4 Gründe, darüber froh zu sein.

Europaweit locken immer wieder große Veranstaltungen. Aus Mangel an Zeit oder Geld oder freien Hotelzimmer lassen sich nicht alle besuchen. Schnell kann man dadurch an FOMO leiden. Das ist, für alle Nicht-Eingeweihten, neudeutscher Millenials-Speech für "Fear Of Missing Out". Für die gerade abgeschlossene Venedig Biennale habe wir ein paar heilsame Gründe zusammengestellt, um gegen die Angst, etwas verpasst zu haben, abzumildern.

1. Kein Regen, dafür aber Traufe
In der Eröffnungswoche wurden die Gästen vor den Eingänge verschiedener Pavillons durch einen feinen Sprühregen empfangen. Die geplannte Kunstaktion war für die Besucher in den Warteschlangen allerdings eine kühlende Abwechslung, sondern eher eine kalte Dusche. Kalt war nämlich das Wetter schon von selbst.

2. Erst Verlaufen und dann nichts gesehen
Der italienische Pavillon erstellte ein großes Labyrinth, welches zu Ausstellungen führt. Doof nur, dass Labyrinthe Sackgassen beinhalten und das aufgestellt Labyrinth so richtig viele davon. So fand sich mancher Besucher, der sich vorher noch auf farbenfrohe Acrylmalerei freute, verirrt vor weißen Wänden wieder. Oder einfach in die Sackgassen ein paar Kunstwerke professionell hängen, schon mach das Verwirrspiel Spaß.

3. Fashion-Week oder Kunst-Biennale
In aufmerksamkeitsheischenden Zeiten von Instagram und Pinterest scheint es immer wichtiger zu werden, sich selbst als Kunstwerk hinzustellen, als die ausgestellten Kunstwerke zu genießen. Viele Öffentlichkeitshungrige wollte ein Bissen vom Aufmerksamkeitskuchen abhaben und posierten "ganz spontan" für Bilder vor und um die Exponate herum und versperren die Sicht auf die eigentlichen Stars: Die auf feine Leinwande gebannten Kunstwerke.

Da kann der Kunstgenuss schnell auf den Magen stoßen. Zum Glück sind die Bilder durch Firnisse geschützt gegen das Blitzlichtgewitter. Doch was ist mit den Nerven kontemplativer Kunstfreunde?Unsere Empfehlung: Für das nächste Selfie lieber den Pinsel in die Hand nehmen.

4. Wer noch Nerven hat, darf stehen bleiben
Wie bei jeder Veranstaltung dieser Größenordnung darf man lange Warteschlangen erwarten oder wie dieses Jahr in Venedig: Laaaaaange Schlangen. Latente Aggressionen machen sich breit und stören dann, hat man es nach Remplern, Vollkörperkontak-Stehen und Schnappatmung geschafft, den Genuss der wunderschön Kunst von fantastischen Skulpturen, Fotografien und kunstfertiger Ölmalerei.Tags: Maltuch, Ölfarben, Bilder schützen
Autor: Künstlerbedarf | 09.07.2019 um 15:38 Uhr | 0 Kommentare

Vermeers "Briefleserin" über die Schulter geschaut


Seit eingien Monaten schon laufen die Restaurierungsarbeiten "Briefleserin am offenen Fenster". Das Gemälde mit einer virtuosen Auswahl an Ölfarben von Jan Vermeer hing bis vor Kurzem in der Galerie Alte Meister Staatlichen Kunstsammlung Dresden. Nun ist die Leinwand in den Händen von Restauratoren, die bei ihrer Arbeit einen erstaunlichen Fund machten.

In aufwendiger Detailarbeit zeigte sich: Die Briefleserin hatte einen Beobachter. Über ihrer rechten Schulter wurde ein nackter, übergroßer Armor-Engel auf der Leinwand freigelegt. Ob der Cupido selbst amouröse Absichten hatte oder in dieser anstössigen Rolle gesehen wurde und deshalb von einem Vorbesitzer übermalt wurde, bleibt der Fantasie des Betrachters überlassen. Vielleicht wollte man sie einfach in Ruhe lesen lassen oder die etwas überfüllte Komposition des Ölgemäldes verschlanken.

Aus welchen Gründen auch immer Armor weichen musste und hinter einer Deckschicht verschwand, die Restaurierungsarbeiten zeigten, dass der schützende Firnis den Vermeer auf das Bild auftrug stets nur abgeschlossenen Bildern galt. Somit war klar, an dieser Stelle wurde kahlte Wand im Hintergrund erst nachträglich hochgezogen.Tags: Maltuch, Ölfarben, Bilder schützen
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