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Autor: Künstlerbedarf | 28.10.2019 um 19:49 Uhr | 0 Kommentare

Vom Küchentisch zum Affentanz - News aus der Kunstwelt

Ein überrschander Fund wurde bei einer alten Dame in Frankreich gemacht. Eigentlich sollte das Auktionshauses von Compiègne nur ein paar Möbel auf die Deponie bringen. Im Gegenzug durften sie die Möbel und Gegenstände nach versteigerungsfähigen Objekten durchsuchen. Und siehe da, im Flur zur Küche fand sich ein Tafelbild des Renaissance-Malers Cimabue aus dem 13. Jahrhundert. Es ist ein Teil seiner Serie zur Passion Christi und wurde nun auf vier bis sechs Millionen Euro geschätzt. Genug Geld also für eine neue Einrichtung. Die Bilder des Florentiners, auf dener er in wundervollen Ölfarben anmutige, chistliche Symbole zauberte, sind heute beliebte Auktionsgegenstände.

Für 11 Millionen Euro wurde das große Leinwand-Bild "Devolved Parliament" von Bansky verkauft. Es entstand 2009 und zeigt das britische Unterhaus. Die Besonderheit ist, alle Politiker sind Affen. Doch wer einen Affenzirkus auf dem Gemälde erwartet wird enttäuscht. Statt wildes Geschrei, wie es momentan im Unterhaus auf der Tagesordnung zu stehen scheint, sind die Gesichter der Affen traurig und betrübt.

Langfinger greifen wieder vermehrt nach Kunst, so scheint ist. In Düsseldorf wurde das Bild "Wallfahrt nach Kevelaer" des Künstlers Hubert Salentin aus eine Auto vor einer Galerie gestohlen. Das Bild wird mit 40.000 Euro geschätzt. "Nur" 30.000 Euro kostet das Goldnest des Künstlers Thorsten Goldberg. Es war in einer Grundschule in Marzahn ausgestellt. Eigentlich sollten sich die Schüler daran erfreuen, seit Mai ist es weg. Richtig doof ist, dass es nicht versichert war, obwohl schon mehrfach versucht wurde, es zu entwenden. Vor Diebstahl können unsere Firnisse keine Bilder schützen, aber vor Schmutz und Feuchtigkeit. Das ist doch ein Anfang.Tags: Maltuch, Ölfarben, Bilder schützen
Autor: Künstlerbedarf | 09.09.2019 um 00:36 Uhr | 0 Kommentare

Mit dem Regen kommt die Farbe

Eigentlich sollte man an fertige Bilder kein Wasser heran lassen. Aus gutem Grund gibt es Fixative und Firnise. Mit ihnen werden Werke aus Acrylfarbe und Ölfarbe vor Schmutz und Nässe geschützt. Ganz ohne Wasser geht es in der Malerei aber auch nicht. In der Aquarellmalerei steckt das Wasser bereits im Namen. Bei der Aquarelltechnik werden Farbpigmente so stark zu Wasserfarben verdünnt, dass beim Auftrag die unteren Schichten schemenhaft zu sehen bleiben.

In Seoul, Südkorea haben Künstler beim Projekt Monsun nun Farbe verwendet, die erst durch Wasser sichtbar wird. Mit sogenannter hydrochromischer Farbe haben sie Kreuzungen und Straßen bemalt. Erst der Regen lässt die Bilder auf dem sonst grauen Asphalt aufblitzen. So wird die Welt an trüben Regentagen gleich etwas bunter. Trocknet die Straße wieder, ist es auch mit dem Farbenzauber vorbei. Bis zum nächsten Regen.Tags: Bilder schützen, Aquarellfarben, Acrylfarben, Ölfarben
Autor: Künstlerbedarf | 19.08.2019 um 00:18 Uhr | 0 Kommentare

Kunst im Klimawandel

Auch die Kunst erlebt den Klimawandel. Und das macht sie schon seit hunderten Jahren. So weiß man heute durch moderne Farbanalysen, dass die Kunstwerke alter Meister das Klima widerspiegeln, aus der Zeit ihrer Entstehung. Damit zeigen die Ölgemälde und Aquarelle auch eine Klimaentwicklung über die Jahrhunderte hinweg.

Die Künstler wusste allerdings kaum von ihrer Funktion als Chronisten. Sie mischten im 16. Jahrhundert ihre Ölfarben an, unwissentlich über Vulkaneruptionen andernorts auf der Erde. Die in die Atmosphäre geschleuderten Staubpartikel schafften es dennoch in die Farbe und das Wasser und somit auch auf die Aquarelle, eingefangen unter schützenden Fixativen.

Die Vulkanausbrüche veränderten mit den Partikelausstoß darüber hinaus auch die Farben der Umgebung. Caspar David Friedrichs Ölgemälde "Ansicht eines Hafens" ist ein Beispiel dafür. Das Bild entstand um 1815 herum. Im gleichen Jahr brach in Indonesien der Vulkan Tampora (nicht verwandt mit Tempera-Farben:) aus und veränderte das Klima. So sprach man nach dem Ausbruch des Vulkans von den „drei Jahren ohne Sommer“.

Unzählige Staubpartikel blockten damals die Sonnenstrahlen ab. Das Licht veränderte sich. So wurde die Abenddämmerung auf "Ansicht eines Hafens" stärker rot als es eigentlich sein sollte zur Tages- und Jahreszeit. Wie im Fachblatt "Atmospheric Chemistry and Physics" zu lesen ist, wiesen der Physiker Christos Zerefos und seine Forschungsgruppe vom Athener National Observatory nach, dass die meisten Künstler im Zeitraum der 50 größten Vulkanausbrüche zu stärkeren Farben griffen, um ihre Umgebung exakt auf die gespannten Maltücher zu transferieren.Tags: Maltuch, Ölfarben, Bilder schützen
Autor: Künstlerbedarf | 09.08.2019 um 00:11 Uhr | 0 Kommentare

Eine Austellung über Männer, die auf Monde starren

Der Mond war für die Menschen seit jeher ein Faszinosum. Sehnsüchtig schielen wir des Nachts in den Himmel und betrachten diesen leuchtend weiße Brocken, der das Weltall zum greifen nah erscheinen lässt. Manch einer wünscht seine Mitmenschen auf den Mond und der sogenannte Mann im Mond gilt als Indiz für die Sehnsucht des Menschen, eines Tages den Mond zu besetzen. Künstler hingegen fangen in glänzenden Ölfarben den Zauber des Mondes auf gespannte Keilrahmen.

Auch die Kunst nimmt den Mond als Muse. Eines der berühmtesten Mondgemälde stammt von Caspar David Friedrich. Sein Bild in Ölfarben "Zwei Männer in Betrachtung des Mondes" entstand zwischen 1819/20 und erhält durch die gelbe bis ockerfarbige Grundierung auf der Leinwand seine beruhigende, transzendente Atmosphäre. Zum 200. Geburtstag lädt das Albertinum in Dresden noch bis 25. Juni 2020 zur Ausstellung "Focus Albertinum: Mondsüchtig - Zweihundert Jahre Zwei Männer in Betrachtung des Mondes".
 Tags: Grundierungen, Ölfarben, Keilrahmen
Autor: Künstlerbedarf | 27.05.2019 um 16:19 Uhr | 0 Kommentare

Venedig Biennale verpasst? - 4 Gründe, darüber froh zu sein.

Europaweit locken immer wieder große Veranstaltungen. Aus Mangel an Zeit oder Geld oder freien Hotelzimmer lassen sich nicht alle besuchen. Schnell kann man dadurch an FOMO leiden. Das ist, für alle Nicht-Eingeweihten, neudeutscher Millenials-Speech für "Fear Of Missing Out". Für die gerade abgeschlossene Venedig Biennale habe wir ein paar heilsame Gründe zusammengestellt, um gegen die Angst, etwas verpasst zu haben, abzumildern.

1. Kein Regen, dafür aber Traufe
In der Eröffnungswoche wurden die Gästen vor den Eingänge verschiedener Pavillons durch einen feinen Sprühregen empfangen. Die geplannte Kunstaktion war für die Besucher in den Warteschlangen allerdings eine kühlende Abwechslung, sondern eher eine kalte Dusche. Kalt war nämlich das Wetter schon von selbst.

2. Erst Verlaufen und dann nichts gesehen
Der italienische Pavillon erstellte ein großes Labyrinth, welches zu Ausstellungen führt. Doof nur, dass Labyrinthe Sackgassen beinhalten und das aufgestellt Labyrinth so richtig viele davon. So fand sich mancher Besucher, der sich vorher noch auf farbenfrohe Acrylmalerei freute, verirrt vor weißen Wänden wieder. Oder einfach in die Sackgassen ein paar Kunstwerke professionell hängen, schon mach das Verwirrspiel Spaß.

3. Fashion-Week oder Kunst-Biennale
In aufmerksamkeitsheischenden Zeiten von Instagram und Pinterest scheint es immer wichtiger zu werden, sich selbst als Kunstwerk hinzustellen, als die ausgestellten Kunstwerke zu genießen. Viele Öffentlichkeitshungrige wollte ein Bissen vom Aufmerksamkeitskuchen abhaben und posierten "ganz spontan" für Bilder vor und um die Exponate herum und versperren die Sicht auf die eigentlichen Stars: Die auf feine Leinwande gebannten Kunstwerke.

Da kann der Kunstgenuss schnell auf den Magen stoßen. Zum Glück sind die Bilder durch Firnisse geschützt gegen das Blitzlichtgewitter. Doch was ist mit den Nerven kontemplativer Kunstfreunde?Unsere Empfehlung: Für das nächste Selfie lieber den Pinsel in die Hand nehmen.

4. Wer noch Nerven hat, darf stehen bleiben
Wie bei jeder Veranstaltung dieser Größenordnung darf man lange Warteschlangen erwarten oder wie dieses Jahr in Venedig: Laaaaaange Schlangen. Latente Aggressionen machen sich breit und stören dann, hat man es nach Remplern, Vollkörperkontak-Stehen und Schnappatmung geschafft, den Genuss der wunderschön Kunst von fantastischen Skulpturen, Fotografien und kunstfertiger Ölmalerei.Tags: Maltuch, Ölfarben, Bilder schützen