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Autor: Künstlerbedarf | 14.11.2016 um 17:36 Uhr | 0 Kommentare

Mit Rötelkreide auf Leonardos Spuren


Rötelkreide ist eine Farbe aus eisenhaltigen Mineralien die mit Ton vermischt und gebrannt handhabbar wird. Die Rötelkreide kann sowohl ohne umgreifenden Stift als auch bei dünneren Durchmessern gut als Mine in einem Stifte verwendet werden. Mit der eckigen Kubatur (vierkant) sind die Stifte an sich gut handhabbar. Für präziseres und vor allem auch ein saubereres Arbeiten kann ein Minenstift Wunder wirken.
Für die Handarbeiter ist es immer schön zu sehen, wie aus der Verwischung behutsame Abstufungen zwischen Hell und Dunkel vorgenommen werden können.


Kunsthistoriker haben herausgefunden, dass wohl Leonardo da Vinci diese Mineralfarbe als einer der ersten künstlerisch nutzte. Kunsthistorisch ging es dann weiter indem man weißes oder farbiges Papier zur Rötelkreide kombinierte und zusätzlich durch schwarze Kreiden (Zeichenkohle) und wirklich weißer Kreide Dreifarbeffekte erzeugte. Diese Zeichentechniken lassen sich zu Beginn des 16. Jh bei Perugino, Botticelli, Verrocchio nachweisen und ziehen sich bis ins 18. Jahrhundert weiter.

Neben der Linie ist bei der Arbeit mit der Rötelkreide die die Farbfläche das häufigste Stilmittel. Die Verwischung entsteht aus der Radierung mit einem Gummi oder mit dem Handrücken, Finger oder Radiertuch. Ein knetbarer Radiergummi lässt sich dann auch als Malwerkzeugt so formen, dass man unterschiedliche Aufgaben der Radierung erledigt bekommt. Wird ein solcher Gummi verwendet, lassen sich aus der Verwischung Farbabstufungen in Hell und Dunkel erreichen. Die Linie fasst dann den radierten Bereich wieder in eine begrenzte Fläche.

Rötelstiftmalerei sollte auf Zeichenkarton nicht unter 190 g/qm. Holzfrei, weiß angelegt werden.
Die Arbeit wird mit einem Fixativ-Spray fixiert - Achtung bitte die umweltfreundliche Variante verwenden.

Je nach individuellem Belieben sind Rtelstifte mit und ohne Holzfassung, fetthaltig und fettfrei in unserem Shop malstoff.de verfügbar.

 Tags: Rötelkreide, Radierung, Minenstift, Malkreide
Autor: Künstlerbedarf | 28.12.2015 um 14:16 Uhr | 0 Kommentare

Gute Vorsätze....

Würde man die Leute in den ersten Minuten des neuen Jahres, bei Sekt und Knallerei nach ihren Vorsätzen fragen, so bekäme man zuhören, weniger dies, dafür mehr jenes, weniger Sekt, dafür mehr Sport, weniger Fleisch, dafür mehr Salat – die meisten Dinge sind durchaus realisierbar, aber oft hört man auch den Wunsch nach mehr Zeit für sich selber. Unzählige Ratgeber wollen einem dabei helfen und geben Tipps für ein optimiertes Zeitmanagement. Diese Bücher haben meist Begriffe im Titel wie Entschleunigen, Anhalten, Aussteigen, Pause-Machen, Stoptaste, Reißleine, Notbremse usw. Wenn Sie am Ende ihre aufwendig freigeschaufelte Zeit nicht mit der Lektüre jener Bücher verbringen, dann steht die Frage ins Haus, was machen?

Den meisten fallen all die Arbeiten ein, die sonst immer aufgeschoben wurden. Endlich Zeit den Papierkram abzuheften, die Wohnung ordentlich zu putzen oder Shoppen zu gehen. Hat man die Freizeit, sucht man sich wieder etwas zum arbeiten. Aber warum nicht mal ein Bild zeichnen?

Die Vorteile: in der Regel macht man das am besten allein, selbst in einer Zeichen oder Malgruppe hört man höchstens die Kohle auf dem Papier kratzen. In diesem Sinne würde man schon mal Zeit mit sich selber verbringen. Nächster Vorteil: kein Termindruck. Es gibt keine Öffnungs- oder Stoßzeiten wie im Fitnessstudio oder der Schwimmhalle, die man beachten müsste, Sie entscheiden selber. Drittens: kein Druck. Sie müssen keine Kilometer fressen, niemanden etwas beweisen. Es ist egal ob Sie gut oder schlecht zeichnen, ob Sie die Venus von Milo oder einen Topf Kresse (mit dem Motiv könnten Sie unter Umständen sogar künstlerisches Neuland betreten) zu Papier bringen. Zeichnen kann etwas sehr Meditatives sein, bei dem man sich ganz auf das Sehen und Zeichnen konzentriert. Und während man versucht die Natur eines Objektes oder Gedankens zu erfassen und den Stift, die Kohle oder die Kreide einfach laufen lässt, wird man ganz schnell alles andere für den Moment vergessen.

Sie brauchen auch gar nicht viel, ein Zeichenwerkzeug ihrer Wahl, dann ein Skizzen, Block, Pappe oder Leinwand, was Ihnen zusagt. Das Beste: wenn sie ihr neues Hobby dann doch mal etwas schleifen lassen, müssen sie sich in der Regel – im Gegensatz zum Sport, oder auferlegtem Rauch- und Fleischverbot – nicht vor ihren Freunden rechtfertigen.Tags: Zeichnen, Kohle, Malkreide, Zeichenutensilien
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