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Autor: Künstlerbedarf | 26.07.2016 um 09:19 Uhr | 0 Kommentare

Trend zum Stillleben

Wer erinnert sich an den Kunstunterricht 9. Klasse Thema: Stillleben? Nervenaufreibende Bilder von Obstschalen, Becher und Karaffe auf der Leinwand arrangiert mit dem thematischen Stilbruch im Stillleben einer stillen Violine. Augenmerk: Lichteinfall und Ausfall, die Kunst des Weglassens.
Für die Schülerinnen wurde gefühlt alles weggelassen, was nur im geringsten von Interesse hätte sein können... Der einzige Zweck dieser Bilder: bei Oma an der Wand zu verstauben oder jedwede Leidenschaft der Jugend an Kunstgeschichte im Keim zu ersticken.

Klischees über Klischees. Nun, im Zeitalter der Smartphones und Selfies erlebt das Stillleben seine Renaissance. Dafür reicht der kurze Blick in die „Sozialen-Medien“. Hemmungslos postet die halbe Welt Fotos vom Frühstück, Brunch, Kaffee oder dem farblich abgestimmten Sushi-Arrangement. Global kulinarische Stillleben als Ausdruck individuellen Lifestyles. Auch beliebt sind Assemblees diverser Möbel-Accessoires oder Portraitaufnahmen neuester digitaler Hightech-Maschinen.
Warum das Stillleben fotografieren wenn man es auch selber malen kann? Gute Frage. Weil man so tatsächlich einen persönliche Note setzen kann. Ob an der eigenen Wand oder als Geschenk, es ist im jedem Fall ein witziger Hingucker und zu gleich ein Statement für die digitale Entschleunigung (darf als schlagfertige Begründung des Künstlers auf die Frage „Warum“ genutzt werden).

So wird’s gemacht:

Man nehme einen bespannten Keilrahmen (alle Größen passen), das Aquarell Farbstifte Set 72 Farben (damit sollten alle Farbstufungen möglich sein). Nun brauchen wir noch die zu zeichnenden Objekte die man ganz nach eigenem gusto anordnet. Beispiel: die heilige Dreifaltigkeit von Physalis, Mango und einem gebundenen Sträußchen Thymian auf einem Brettchen drapiert; daneben der Stilbruch im Stillleben: ein altes Handy (ohne Kamera!). Witzig ironischer Kommentar, das klare Highlight in jeder WG-Küche. Licht und Schatten: Wir verzichten auf das memento mori, auch der Hintergrund bleibt weiß, unser Arrangement schwebt im hellen leeren Raum (Künstlerbegründung: die Objekte befinden sich wie ihre digitalen Geschwister in der Cloud und es sieht einfach freundlicher aus).     Tags: Aquarell, Farbstifte, Leinwand

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