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Autor: Künstlerbedarf | 30.08.2019 um 00:29 Uhr | 0 Kommentare

Blind für schlechte Kunst

Ein gutes Bild wird mehr als nur mit den Augen gesehen und mit dem Kopf verstanden. Es ist nicht allein der technisch saubere Pinselstrich, nicht nur der durchdachte Auftrag von Acylfarbe, was ein Werk im Betrachter zum klingen bringt.

Kunst wird ebenfalls mit dem Herzen empfunden. Ein gutes Bild transportiert Stimmungen. Das schlichte auf Keilrahmen gespannte Maltuch wird zur Projektionsfläche für die Gefühle des Betrachters. Weniger pathetisch ausgedrückt: Es gibt ein Gespür für gute Bilder.

Johann König hat dieses Gespür trotz oder aufgrund eines Handicaps. Der Berliner Galerist ist seit seiner Kindheit erblindet. Hineingeboren in eine Dynastie aus erfolgreichen Kunstkritikern und Galeristen mauserte sich der 37-Jährige zum Talentscout für junge Nachwuchskünstler.

Dem Autor Daniel Schreiber hat Johann König seine Erfahrungen anvertraut. Zu Beispiel wie er sich nach vielen Operationen ein Restaugenlicht zurück erkämpfte.Beide haben nun das biografische Werk „Blinder Galerist“ veröffentlicht. So inspirierend und besonders die Geschichte von Johann König ist. Das Buch bleibt etwas blind für die kritische Seite eines auf Marketingmechanismen aufbauenden Marktes voller finanzieller Obszönitäten.Tags: Acylfarben, Pinsel, Keilrahmen

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