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Autor: Künstlerbedarf | 19.08.2019 um 00:18 Uhr | 0 Kommentare

Kunst im Klimawandel

Auch die Kunst erlebt den Klimawandel. Und das macht sie schon seit hunderten Jahren. So weiß man heute durch moderne Farbanalysen, dass die Kunstwerke alter Meister das Klima widerspiegeln, aus der Zeit ihrer Entstehung. Damit zeigen die Ölgemälde und Aquarelle auch eine Klimaentwicklung über die Jahrhunderte hinweg.

Die Künstler wusste allerdings kaum von ihrer Funktion als Chronisten. Sie mischten im 16. Jahrhundert ihre Ölfarben an, unwissentlich über Vulkaneruptionen andernorts auf der Erde. Die in die Atmosphäre geschleuderten Staubpartikel schafften es dennoch in die Farbe und das Wasser und somit auch auf die Aquarelle, eingefangen unter schützenden Fixativen.

Die Vulkanausbrüche veränderten mit den Partikelausstoß darüber hinaus auch die Farben der Umgebung. Caspar David Friedrichs Ölgemälde "Ansicht eines Hafens" ist ein Beispiel dafür. Das Bild entstand um 1815 herum. Im gleichen Jahr brach in Indonesien der Vulkan Tampora (nicht verwandt mit Tempera-Farben:) aus und veränderte das Klima. So sprach man nach dem Ausbruch des Vulkans von den „drei Jahren ohne Sommer“.

Unzählige Staubpartikel blockten damals die Sonnenstrahlen ab. Das Licht veränderte sich. So wurde die Abenddämmerung auf "Ansicht eines Hafens" stärker rot als es eigentlich sein sollte zur Tages- und Jahreszeit. Wie im Fachblatt "Atmospheric Chemistry and Physics" zu lesen ist, wiesen der Physiker Christos Zerefos und seine Forschungsgruppe vom Athener National Observatory nach, dass die meisten Künstler im Zeitraum der 50 größten Vulkanausbrüche zu stärkeren Farben griffen, um ihre Umgebung exakt auf die gespannten Maltücher zu transferieren.Tags: Maltuch, Ölfarben, Bilder schützen

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